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(aus dem bisher unveröffentlichten Buch: „Die Geheimnisse des Himmelreichs“)

(Joh 20,19) Lk 24,36 Als sie davon redeten, trat Jesus selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch. Fürchtet euch nicht!”

Lk 24,37 Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen einen Geist.

Lk 24,38 Und er sprach zu ihnen: „Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Zweifel (griech. dialogismos, Erwägung, Frage, Argumentieren, Zweifel, Gedanke) auf in euren Herzen?

Lk 24,39 Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe.“

(Lk 24,40) Joh 20,20 Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

Petrus fragte den Herrn: „Meister, als Pontius Pilatus dich fragte, was Wahrheit sei, hast du geschwiegen. Nun sag es uns.“

Christus: „ Es gibt nicht die Wahrheit. Es gibt Wahrheiten. Die Frage ist falsch. Auf eine falsche Frage gibt es keine Antwort. Es gibt Wahrheiten, wie ‚Bitte, und es wird dir gegeben werden’ oder ‚Was man denkt, wird verwirklicht werden’ oder ‚Was du säst wirst du ernten’“ oder ‚Jede Aktion hat eine Reaktion’ oder ‚Was man nicht schmutzig macht, braucht man nicht zu reinigen’. Das sind Wahrheiten. Und es gibt unendlich viele Wahrheiten, die in der objektiven Realität Gottes enthalten sind und die der Mensch entdecken kann. Es gibt nicht eine einzige Wahrheit, die alle anderen Wahrheiten umfasst. Wer ‚die’ Wahrheit sucht, ist auf dem Holzweg. Er ist wie Diogenes, der einen ehrlichen Mann mit einer Lampe suchte. Eher findet Diogenes einen ehrlichen Mann, als der Suchende die eine Wahrheit. Wahrheiten ja. Es gibt viele Wahrheiten und noch unendlich viele zu entdecken. Die religiösen Leute sind fanatisch wenn sie von der einen Wahrheit sprechen. Sie wollen aber eine allgemeine Wahrheit haben. Und hier ist die allgemeine Antwort:

Wahrheit ist Freiheit.

Nun fragen die Leute, was Freiheit ist. Ich sage euch: Freiheit ist, wenn die natürlichen Gesetze beachtet werden. Alle natürlichen Gesetze basieren auf den Grundprinzipien. Sie sind die Quelle für alle natürlichen Gesetze gegen Mord, Raub, Vandalismus, Betrug, Vergewaltigung, Entführung usw.

Die Grundprinzipien sind ‚nicht töten’, ‚nicht stehlen’ und ‚rechtes Wort halten’.

Thomas: „Was heißt ‚nicht-stehlen’?“

Christus: „Nicht Objekte von anderen ohne die Genehmigung des Besitzers nehmen.“

Petrus: „Was heißt ‚rechtes Wort halten’?“

Christus: „Das rechte Wort beruht auf den beiden ersten Prinzipien ‚nicht-töten’ und ‚nicht stehlen’. Nun gibt es vieles, das implizit vereinbart ist. Wenn ein Laden geöffnet ist, kann ich hinein gehen. Wenn ich eine Schale Oliven kaufe, weiß ich, dass Oliven darin sind und nicht Salz. Das ist eine implizite Vereinbarung. Ich zahle einen Dinar Silber und der Verkäufer weiß, dass es ein Dinar Silber ist und kein Kupfergeld. Die Vereinbarungen sind vorteilhaft für beide. Bei freiwilligen Vereinbarungen ist die Basis für Vorteile für beide Seiten gegeben. Durch Zwang wird es unvorteilhaft für einen oder für beide. Diese Nachteile sind nicht immer sichtbar, aber führen langfristig zu hohen Preisen und Armut.

Freiheit ist nicht von der Regierung gegeben. Freiheit ist Menschenrecht.

Denn was die Regierung gibt, kann sie auch nehmen.

Doch Freiheit ist unser Recht. Es darf nicht genommen werden.

Was richtig oder falsch ist, ist keine Frage der Meinung sondern diese natürlichen Rechte existieren bevor die Regierungen existieren.

Unsere Welt ist perfekt. Aber menschliche Gesetze von menschlichen Gehirnen gemacht macht sie unperfekt.

Unter natürlichem Gesetz besteht eine Haftung des Verbrechers dem Opfer gegenüber. Im menschlichen Gesetz ist er davon befreit. Das Opfer erhält nichts. Der Täter geht nur ins Gefängnis oder arbeitet als Sklave für den Herrscher aber nicht für das Opfer.

Wahrheit ist Freiheit und Freiheit entsteht bei ausnahmsloser Einhaltung der natürlichen Gesetze.

Doch ‚sprich Wahrheit zu einem Dummen und er nennt dich dumm’, sagt Euripides und ich sage euch: Werft die Perlen nicht vor die Schweine, damit sie sich nicht wenden und euch verletzen.

Wahrheit ist, was das Leben fördert, in Übereinstimmung mit den objektiven Prinzipien der Realität.

Wahrheit zeigt sich in allen Menschen, besonders in jenen, die Kraft und Lebensfreude ausstrahlen und in der Lage sind, ihre Entscheidungen in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Richtigkeit und Integrität zu treffen.

Gott ist eins mit uns, obwohl wir uns von ihm entfernt fühlen.

Wir können uns Gott nah fühlen, indem wir wie Gott denken.

Dies wird mehr und mehr ermöglicht, indem wir unser Bewusstsein kontinuierlich erhöhen.

Wir erhöhen unser Bewusstsein, indem wir mehr und mehr Weisheit und Liebe erlangen.

Dies gelingt durch irdische Erfahrungen unter den Bedingungen des freien Willens und der Schein-Sterblichkeit.

Menschen können nicht tun, was sie wollen, ohne Konsequenzen zu erfahren. Unsterbliche Wesen erfahren die Konsequenzen ihrer Fehler nicht, um also Erkenntnis darüber zu erlangen, müssen sie unter den Bedingungen der Schein-Sterblichkeit leben. Durch die Erfahrungen in einem sterblichen Körper sind wir in der Lage, zu erkennen, was Wahrheit ist.

Wahrheit ist u.a. Freiheit von Konditionierungen.

Auch Folgendes sind Wahrheiten:

  • Gott kann nicht gelästert werden.
  • Gott braucht keine Rituale, Opfer und Tempel.
  • Wir haben freien Willen.
  • Der Missbrauch des Freien Willens ist die Ursache von Übel.
  • Jeder geht in den Himmel. Es gibt keine Hölle.
  • Gottes Ziel ist Vielfalt.
  • Es gibt nur Existierendes. Es gibt kein Nichts.
  • Die Natur ist ohne Widerspruch und absolut logisch.
  • Gott ist absolute Liebe.“