blume-klein

Unser Kopf ist ein großer Computer, der die Aufgabe hat, alle unsere Erfahrungen und unser Wissen zu integrieren und zu speichern. So bauen wir unser Bewusstsein, das gleichzeitig „Bauherr“ und „Gebäude“ ist.

Wenn der Bauherr alles dem Zufall überlässt, ist er hinterher auch den Mängeln seines Gebäudes ausgeliefert. Wenn das Bewusstsein schläft, programmiert der Zufall Ideen ein, die gewaltige Auswirkungen haben: Der Output unseres Denkapparates sind unsere Gefühle.

Unsere Gefühle geben uns eine Bewertung der Dinge um uns. Oft behaupten Leute, der Mensch könne nicht mit Logik und Vernunft allein leben, und sie verlassen sich auf die Führung durch ihre Gefühle. Aber die Qualität dieses Output (Gefühle) ist von der Qualität der Eingaben abhängig. Wenn „Dreck“ eingeben ist, kommt auch „Dreck“ heraus. Wenn wir uns von unseren Emotionen führen lassen, sind wir Menschen, die ihren eigenen Output nicht verstehen können. Wir wissen nicht, ob er uns zu Glück oder zu Vernichtung führt. Wir wissen nicht, wie die Welt funktioniert und haben immer Angst.

Die Menschen, die sich nicht für Philosophie interessieren, übernehmen die Philosophie ungeordnet von ihrer Umwelt. Von Schule, Erziehung, Fernsehen, Büchern, Kino, Seminaren, etc. Die Meinungsmacher in diesem Umfeld sind ein paar wenige Philosophen. Die Massen folgen ihnen meist unbewusst und unkritisch.

Der Verlust unseres Vertrauens in die Vernunft ist auf die Ideenwelt eines einzigen Philosophen zurückzuführen, der vor langer Zeit gelebt hat: Platon.

Wenn wir die Vernunft verlassen, können wir uns aber auch nicht mehr auf unsere Emotionen verlassen, denn Input=Output d. h. unsere Gefühle sind von unseren Bewertungen abhängig.

Heute verlässt sich die Mehrheit auf ihre Gefühle. Das Ergebnis ist Unsicherheit und Angst. Man kommt mit der Realität nicht mehr zurecht, leugnet sie sogar und sucht einen Ausweg in Drogen jeglicher Art. Es ist eine Kapitulation der Ratio, die nicht mehr davon überzeugt ist, dass die Welt verstehbar und Probleme lösbar sind.

Philosophie kann sehr schlecht sein, besonders wenn sie unbewusst unser Leben bestimmt. Wenn es aber irgendwo wissenschaftlichen Fortschritt und Wohlstand gegeben hat, dann war auch das das Ergebnis einer Philosophie, und zwar der Philosophie des Aristoteles.