Ein armer Mensch denkt zur Erhaltung seines Lebens in erster Linie an Geld – ‚äußeren Reichtum‘ – und erst danach an Gott.
Ein anderer Mensch handelt unethisch und es fehlt ihm deshalb an ‚innerem Reichtum‘.
Zuerst muss der Mensch äußeren Reichtum erfahren haben, erst dann ist er innerlich bereit, in freier Weise an Gott zu denken. Zuvor ist er unfrei, weil sein Denken nicht auf der Basis der Fülleerfahrung erfolgen kann – eine Voraussetzung für die Erfahrung höheren inneren Reichtums.
Denn Gott ist unendlicher Reichtum und unendliche Fülle in unendlicher Liebe und Vernunft.
Ein Reicher muss nicht zwangsläufig an Geld denken, denn er lebt bereits in äußerer Fülle. So hat ein Reicher bessere Voraussetzungen, zu innerem Reichtum zu gelangen.
Deshalb streben Sie nach rechtmäßigem Reichtum.
Rechtmäßiger Reichtum ist nicht zuvor von anderen entwendet worden.
Weder durch Steuern (Enteignung ist gegen das Gebot „du sollst nicht stehlen“) noch durch moralischen Druck.
Rechtmäßiger Reichtum ist dort, wo er selbst erarbeitet wird oder aus diesem rechtmäßigem Besitz freiwillig geschenkt wurde.
Mit Mk 10,15 „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ ist gemeint, dass ein Reicher, der seinen Reichtum unmoralisch erworben hatte, nicht glücklich werden kann.
Es gibt vier Grade der Erhabenheit:
- äußere Armut und innere Armut (finanziell arm und unglücklich)
- äußerer Reichtum und innere Armut (finanziell reich und unglücklich)
- äußere Armut und innerer Reichtum (finanziell arm und moralisch glücklich)
- äußerer Reichtum und innerer Reichtum (moralisch finanziell reich und moralisch glücklich)