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Es war einmal ein Ozean-Frosch. Der machte einen Landausflug und fiel aus Versehen in einen Brunnen.

Der Brunnenfrosch begrüßte ihn und wollte wissen, woher er komme. „Ich komme vom Ozean“, sagte der Gast. – „Wie groß ist der Ozean?“ wollte der Brunnenfrosch wissen. „Ist er so groß?“ Und er machte einen Hopser, um die Größe anzudeuten.

„Nein, viel größer“, sagte der Frosch vom Ozean.

Da sprang der Brunnenfrosch bis zur Hälfte des Brunnens. „Ist der Ozean so groß?“

„Nein“, sagte der Gast, „er ist noch viel größer.“

Da sprang der Brunnenfrosch auf die andere Seite des Brunnens. „Ist er etwa so groß?“ fragte der Brunnenfrosch nun schon etwas ungehalten.

„Nein, das reicht auch noch nicht“, antwortete der Ozeanfrosch.

Da wurde der Brunnenfrosch böse. „Du Lügner! Wie kann etwas größer sein als mein Brunnen!“

Wenn wir wie der Frosch in dem Brunnen sind, begrenzen wir uns selbst. Wir sind ‚Ozeanfrösche‘, aber wir bauen einen Brunnen in den Ozean. Unser Potenzial ist jedoch unendlich.


 

aus: Pedro de Souza: Der Ozeanfrosch
https://pedrodesouza.blog/buch-der-ozeanfrosch-kapitel-i/
https://pedrodesouza.blog/buch-der-ozeanfrosch-kapitel-2/
https://pedrodesouza.blog/buch-der-ozeanfrosch-kapitel-3/